Es gibt unzählige Bands, die Härte und Melodie vermischen. Und es gibt einige wenige Acts, die diese Elemente dermaßen großartig verbinden, dass einem eine wohlige Gänsehaut über den Rücken läuft. Diese Balance aus knackiger Brutalität und mitreißender Eingängigkeit haben WE CAME AS ROMANS inzwischen perfektioniert.
“Understanding What We’ve Grown To Be” ist das Meisterstück der sechs Amis. Das endgültige Freischwimmen. Die ungeklaute Doktorarbeit.
WE CAME AS ROMANS lieben Härte, und sie lieben die Liebe. Daher können sie mit heftigem Riffing und derben Vocals auf der einen und wunderbaren Hooks auf der anderen Seite jonglieren. Und sie schreiben tatsächlich über die Liebe. Der Vorgänger “To Plant A Seed” handelte gar explizit davon, anderen Menschen tiefe Sympathie entgegenzubringen.
Diese positive Message verbreiten WE CAME AS ROMANS auch auf “Understanding What We’ve Grown To Be”, widmen sich aber außerdem den düsteren Abgründen des Lebens, den Herausforderungen des Älterwerdens und dem täglichen Kampf mit den Unwägbarkeiten unseres Daseins. Das macht das neue Werk abwechslungsreicher und fesselnder, emotionaler und tiefgehender. Erwachsener könnten man sagen, wenn das nicht immer ein bisschen nach Langeweile klingen würde.
Beatdowns, donnernde Riffs und das Geschrei von Frontmann Stephen verstehen sich jedoch auch weiterhin auf eine junge und frische Art und Weise blendend mit den zuckersüßen Vocals von Co-Sänger Pavone.
Joey Sturgis (The Devil Wears Prada, Asking Alexandria, Attack Attack!) hat den Vibe der Band besser denn je eingefangen.